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Geschichte

Als um 1872 das Neubauviertel rund um die Hauptachse Wörthstraße am boulevardähnlich angelegten Bordeauxplatz entstand,

schieden sich noch die Geister über die Ästhetik dieser Wohnhäuser. Zu Ihrer Enstehungszeit schimpften die Haidhauser über die

scheußlichen Arbeiterwohnbauten am neu enstehenden Ostbahnhof. Selbst Ludwig Thoma ließ es sich nicht nehmen, die „Mietskasernen“ im sogenannten Franzosenviertel als Ergebnis von großstädtischen Berdürfnissen zu verurteilen und ein Stück Altmünchen als Opfer von Spekulationen seiner Zeit zu sehen. Das „Glasscherbenviertel“ der Nachkriegszeit hat sich mittlerweile gemausert und ist mehr und mehr zum In-Viertel aufgestiegen. Dennoch ist das Bedürfnis nach Tradition, Geselligkeit und familiärer Zusammenkunft ungebrochen, sodass man mit gutem Gewissen sagen kann: In einem Viertel wie Haidhausen darf eine Münchner Gastwirtschaft wie das Haidhauser Augustiner nicht fehlen.

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